König dankt ab, jetzt regiert Andreas I.
Schwalenberg feiert rauschendes Schützenfest vor malerischer Kulisse
Schieder-Schwalenberg (jus). Ein "Fuchs" regiert künftig die Schwalenberger Schützen. Beim Königsschießen machte der 28-jährige Andreas Koch das Rennen. Vorausgegangen waren drei Festtage bei königlichem Wetter – ein standesgemäßer Abschied für das eigens aus Berlin angereiste, bisherige Königspaar Michael und Marlies Stichnothe und seinen Hofstaat. Am letzten Tag des Festes – traditionell Pfingstmontag – ermittelten die Schützen bei passendem königlichem Wetter ihren neuen Regenten. 30 Ring benötigte Koch, um sich die Königswürde zu sichern. Zu seiner Königin wählte der Werkzeugmechaniker Laura Frieling.

Der neue König Andreas Koch und seine Königin Laura Friehling. Foto: Thorsten Wiehe
Den Hofstaat bilden die Königsoffiziere Patrick Wiegand und Dennis Zobel mit Jennifer Stickling und Verena Zobel. Koch und seine Begleiter werden 2019 im Mittelpunkt der Königsparade stehen. In diesem Jahr konzentrierte sich die Aufmerksamkeit am zweiten Festtag (Pfingstsonntag) auf den König 2017/18, Michael Stichnothe, der mit Königin Marlies aus der Bundeshauptstadt regiert. Deswegen wurde das das Paar samt Hofstaat – Erich und Jutta Koch sowie Fritz und Anne Beckmann – für die Parade am königlichen Elternhaus abgeholt. Dort begrüßte König Michael sein Schützenvolk und lobte das schöne Wetter: "Der da oben hat wieder mal ein Einsehen gehabt." Wie jedes Jahr zu Pfingsten hatte Schwalenberg sich fein herausgeputzt, um sein traditionelles Schützenfest zu begehen. Grün-weiße Wimpelketten schmücken die historische Altstadt und den Weg zum Vereinshaus. "Ich würde sagen, dass 450 bis 500 Uniformierte anwesend sind", schätzte Pressewart Thorsten Wiehe. Michael Stichnothe erschoss sich den Thron am Pfingstmontag 2017 – seinem 60. Geburtstag. Ein weiteres Mal strebt er den Thron nicht an: "Das Falkenrott stellt jetzt zum achten Mal den König. Jetzt sollten ein paar Jüngere ran." Sein Rott wurde 1971 gegründet – an Michael Stichnothes 14. Geburtstag. "Ich finde es schön, dass ein Rott eine Altersklasse abdeckt", sagt er. Seine Verantwortung als König habe er stets ernst genommen: "Die Traditionen sind genauso wichtig wie das Feiern."

Königliche Begrüßung: Michael Stichnothe bedankt sich für das Vertrauen im vergangenen Jahr.
Im Hintergrund (von links): Jutta und Erich Koch, Königin Marlies sowie Anne und Fritz Beckmann. Foto: Schäbsdau
Auszeichnungen gingen an Garlef Schierholz, André Neuhäuser (beide Verdienstnadel des Westfälischen Schützenbundes), Niko Chaintoutis (Ehrennadel des WSB), Jörg Engel (Ehrennadel des WSB), Wolfgang Engelmann und Dirk Stichnothe (beide Schwalenberger Verdienstmedaille). Den Oberstpokal nahm Dominik Schierbaum entgegen. Das Löwenrott feierte zudem als ältestes Rott seinen 130. Geburtstag. Im Anschluss an die Ehrungen machte sich die Königsparade auf in Richtung Schützenhaus. Hier warteten Kaffee und Kuchen, ehe das Abendprogramm startete. Als Gäste waren die Schützenvereine aus Großenmarpe, Detmold, Blomberg, Falkenhagen und Rischenau geladen. Musikalisch wurde das Fest unterstützt durch den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Schieder-Schwalenberg, den Musikzug "Drums and Fanfars" aus Barntrup, die Gruppe "Drumstorm" aus Steinheim sowie den Spielmannszug Rischenau.
Bericht aus der Onlineausgabe der Lippe aktuell vom 26.05.2018 (Autorin: Julia Schäbsdau)
