Kaum ein Haar, dafür aber zu viel Salz in der Suppe
Nach dem Schützenfest: Schwalenberger Schützen üben Manöverkritik
Schieder-Schwalenberg (uz). Manöverkritik, zeitnah und ehrlich, das gehört zu den Schwalenberger Schützen ebenso wie ihr Fest. Und so kamen die Schützen am Freitagabend zur Abschlussversammlung zusammen.
Oberst Fritz Beckmann dankte zunächst der neuen Majestät und dem Marder-Rott, das mit nur zwölf Schützen den König stellt, für die Bereitschaft, diese Aufgabe zu übernehmen: "Offizierscorps und Vorstand werden euch dabei unterstützen", sicherte Beckmann König Sven Ridder zu, als er ihm gemeinsam Martin Kutz die Königsscheibe überreichte. Kutz, stellvertretender Vorsitzender der Schützengesellschaft, hatte vor gut einem Jahr die Vereinsgeschäfte übernommen, nachdem sein "Chef" Heinz-Jürgen Ridder Pfingstmontag 2004 König geworden war.
Jetzt übernahm Sohn Sven die Königswürde von seinem Vater Heinz-Jürgen Ridder. Übrigens das erste Mal in der langen Geschichte der Schwalenberger Schützengesellschaft, dass die Regentschaft quasi "in der Familie bleibt". Das hat für den neuen König aber auch einen Vorteil: Er weiß genau, was auf ihn zu kommt.
Bei seinem Rückblick hatte der Oberst wenig zu bemängeln: "Bei der Parade hat das Timing nicht ganz gestimmt, da mussten wir etwas improvisieren. Darauf werden wir im kommenden Jahr besonders achten." Kritik gabs aber für die Verpflegung am Montag: Die Bratwurstbude und der Bierstand hätten früher öffnen müssen. Das räumte Festwirt Pacco Fernandez ein: "Die Leute, die die Stände betrieben haben, haben versprochen, dass das nicht wieder passiert", betonte er.
Ein Appell kam von den Schützen: "Werft doch die Gläser nicht einfach ins Gebüsch oder auf den Boden." Auch Festwirt Fernandez hat festgestellt, dass in diesem Jahr unverhältnismäßig viel Glas zu Bruch gegangen ist. "Wir sollten nach einem Weg suchen, wie wir das in den Griff bekommen", forderte er die Versammlung auf.
Und da es beim Fest eine Suppe gab, die wirklich Durst machte - es war wohl zu viel Salz hinein geraten - wurde mit einer Bierspende des Wirtes Fernandez jetzt nachträglich der Nachgeschmack runtergespült. Nach dem Fest ist eben auch in Schwalenberg vor dem Fest.

Neue Majestät geehrt:Martin Kutz (links) und Oberst Fritz Beckmann (rechts)
verleihen Sven Ridder die Königsscheibe.Foto: Zerenner
